Hermann Lang (1909-1987) ; Hermann Lang (1909-1987);

06.04.2017 – 1927 auf der Solitude. 90 Jahre ist das her. Auf dem damals 22,3 km langen Rundkurs finden mehrere Motorrad-Rennen statt. Am Start sind Fahrer mit und ohne Lizenz. Und Hubraumklassen von 175 bis 1000 Kubik.

Mit dabei ist auch Hermann Lang aus Cannstatt. Noch in der Ausbildung zum Mechaniker. Und einen Monat vorher gerade mal 18 Jahre alt geworden. Auf einer 1000er Norton fährt er die drei Runden, also knapp 70 Kilometer, in einer Zeit von 52.48,1 und wird damit Klassensieger.

Auch in den beiden Jahren darauf gewinnt Hermann Lang auf der Solitude. Mit einem Gespann der Marke Standard, für die er mittlerweile Werksfahrer ist. Und gewinnt dann 1931 sogar die deutsche Bergmeisterschaft.

Zwei Jahre später kommt Hermann Lang als Mechaniker in die Rennabteilung von Mercedes-Benz. Und wird bald darauf, neben Manfred von Brauchitsch und Rudolf Caracciola, ein sehr erfolgreicher Werksfahrer bei den Silberpfeilen.

Heute wäre Hermann Lang 108 Jahre alt geworden.

Foto: Daimler AG

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03.04.2017 – Vor 80 Jahren gewann Kurt Mansfeld vor mehr als 200.000 Zuschauern das Internationale Motorradrennen auf dem Solitude-Ring. Auf der historischen Rennstrecke bei Stuttgart fuhr der gebürtige Oberschlesier das Rennen seines Lebens.

Nach einem Schaden lag Mansfeld mit seiner 500er DKW am Ende des Feldes, drehte dann jedoch eine Rekordrunde nach der anderen und gewann das Rennen mit mehr als 16 Sekunden Vorsprung vor dem Zweitplatzierten. An diesem Tag im Jahr 1937 legte Mansfeld die 15 Runden und damit 174 km in einer Zeit von 1:31.30,2 zurück und erreichte somit eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 113,6 km/h.

Kurt Mansfeld wurde am 3. April 1910 im oberschlesischen Hindenburg geboren, dem heutigen Zabrze in Polen. Er verstarb am 15. Januar 1984 im Alter von 73 Jahren.

Foto: Unternehmensarchiv der Audi AG

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02.04.2017 – Es war im Juli 1964. Der Große Preis von Deutschland auf der Solitude. Bei den Motorrädern alle Hubraumklassen von 50 bis 500 Kubik. Dann die Gespanne. Und auch die Formel 1. Volles Programm also.

Bei den 500ern fährt Mike Hailwood mit seiner MV Agusta allen auf und davon. Für die 18 Runden, also rund 205 km, benötigt er 1:18.25,2 und damit etwa zweieinhalb Minuten weniger als der Zweitplatzierte.

Mike the Bike, wie sie ihn nennen, ist in Bestform und gewinnt in diesem Jahr nicht nur den Großen Preis von Deutschland, sondern wird auch Motorrad-Weltmeister. Insgesamt gewinnt er 76 Grand-Prix-Rennen. Neun Weltmeistertitel. Nicht nur auf 500, sondern auch auf 250 und 350 Kubik. Und 14 mal auch die Isle of Man.

Heute wäre Mike the Bike 77 Jahre alt geworden. Leider verstarb er, ohne eigenes Verschulden, im Alter von 40 Jahren bei einem Autounfall. Gemeinsam mit seiner damals neunjährigen Tochter. Furchtbar. Und umso mehr ein Grund, heute an die beiden zu denken.

Foto: MV Agusta

P9009434515.03.2017 – Wilhelm Noll, der zweifache Motorrad-Weltmeister aus Kirchhain, wäre heute 91 Jahre alt geworden. Leider ist er am 18.01. dieses Jahres verstorben.

1954 gewannen Wilhelm Noll und sein Beifahrer Fritz Cron, der ebenfalls aus Kirchhain stammt, als erste Deutsche die Weltmeisterschaft im Seitenwagen. 1956 folgte der zweite Weltmeisterschaftstitel, nach dem die beiden dann ihre Karriere im Motorsport beendeten.

In den beiden Jahren ihres Titelgewinns konnten Noll und Cron jeweils auch den Großen Preis von Deutschland auf der Solitude gewinnen.

Fotos: BMW AG

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Weltmeister auf BMW in der 500 ccm-Seitenwagenklasse: Wilhelm Noll (r.) und Fritz Cron

 

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Wilhelm Noll und Fritz Cron auf ihrer BMW während der Saison 1954