Solitude Classic Extra

20.05.2019 – Sein Name ist untrennbar mit Porsche verbunden. Er war dort Werksfahrer, erzielte sagenhafte 90 Klassensiege und hat das Entwicklungszentrum in Weissach aufgebaut. Er ist Gründer der Sicherheitsstaffel der Obersten Nationalen Sportkommission für Automobilsport (ONS). Und: Herbert Linge ist außerdem Gründungs- und Ehrenmitglied des Solitude Revival e.V.

Grund genug, in diesem Jahr einen Sonderlauf nach Herbert Linge zu benennen. Und der hat es in sich: Beim „Solitude Classic Extra“ starten ausschließlich Fahrzeuge der Marke Porsche. Neben einem 550 Spyder bringt das Porsche Museum u.a. einen 914/8, einen 718 RS 60 Spyder und einen 356 B 2000 GS Carrera GTL Abarth.

Und auch von privater Seite kommen einige 356er: 356 A bis C, darunter GT, SC und Super 90. Aber auch mehrere 911er und 914er sowie ein 964 Carrera Cup. Also: Es lohnt sich, mit dabei zu sein. Nicht nur auf der Strecke, sondern auch unmittelbar an der Strecke. Karten gibt es bei EasyTicket

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Streckensprecher auf jedem Smartphone zu hören

15.05.2019 – Beim kommenden Solitude Revival, das am 20. und 21. Juli 2019 auf der legendären historischen Rennstrecke bei Stuttgart stattfinden wird, werden alle Informationen, News und Highlights rund um die Veranstaltung in der kostenlosen App FUELISH in Echtzeit zur Verfügung gestellt. Unter dem Hauptnavigationspunkt DRIVE ist das Solitude Revival im Bereich Events als Premium Event besonders hervorgehoben und bietet verschiedenste Features.

Das besondere Highlight wird sein, dass während der Veranstaltung die Moderationen des Streckensprechers live über die App übertragen werden. Somit werden Zuschauer auch in entlegenen Streckenbereichen, wo keine Lautsprecher aufgebaut sind, die Möglichkeit haben, die Moderation der Veranstaltung über die FUELISH App verfolgen zu können. Weitere Infos unter www.fuelish.de

Oldtimervergnügen hautnah erleben

10.05.2019 – Bei der MOTORWORLD Classics Bodensee ist auch das Solitude Revival mit einem Stand vertreten (Halle B1). Vom 10.-12.05.2019 kommen Fans klassischer Rennfahrzeuge ebenso auf ihre Kosten wie die Freunde klassischer Flugzeuge, Boote, Motorräder und Traktoren. 

Ganz nah dran

Auch in diesem Jahr könnt Ihr wieder hautnah Rennwagen aller Epochen erleben.
Ob Bugatti Typ 35 oder Porsche 917: Auf der Solitude sind sie alle da.

Jeder unserer Helfer bekommt das Original Solitude Shirt und pro Tag 20 €.
Am Abend wird gemeinsam im Fahrerlager gegrillt, sicher für alle ein unvergessliches Erlebnis.

Anmelden könnt Ihr Euch unter folgendem Link: Helfer Anmeldung

Ci vediamo, Bialbero!

06.05.2019 – Beim Solitude Revival im Juli mit dabei: Die Moto Guzzi Bialbero 350 GT. Einzylinder. Zwei oben liegende Nockenwellen. Oder wie der Italiener zu sagen pflegt: Bialbero.

Eines der erfolgreichsten Motorräder des italienischen Herstellers. Gewann von 1953 bis 1957 sage und schreibe fünfmal die Weltmeisterschaft.

Und siegte auch auf der Solitude: 1955 mit Ken Kavanagh, der mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 142,3 km/h die beiden DKW von August Hobl und Siggi Wünsche hinter sich ließ.

Oder 1956 mit Bill Lomas, der mit einem Schnitt von 146,2 km/h als Erster ins Ziel kam. Zweiter wieder August Hobl auf DKW, Dritter war Dickie Dale, ebenfalls auf Guzzi.

Die Bialbero kann sich also sehen lassen. Und lässt sich sehen: Am 20. und 21. Juli 2019 beim Solitude Revival. Oder wie der Italiener zu sagen pflegt: Ci vediamo!

Porsche 718 Formel 2

Ein Stück Solitude-Geschichte zum „Greifen nah“ beim Revival 2019

Der 718 Formel 2 kommt als erster von Porsche konstruierter und gebauter Monoposto mit freistehenden Rädern zum Renneinsatz. Gegen die starke Konkurrenz von Cooper, Ferrari und Lotus gewinnt Porsche 1960 auf Anhieb die inoffizielle Formel 2-Weltmeisterschaft – die „Coupe des Constructeurs“.

Beim Design des Einsitzers greift Porsche auf das bewährte Fahrwerk des 718/2 RSK Spyder mit Einzelradaufhängung und Drehstabfederung vorn sowie Schraubenfedern hinten und Zweikreis-Trommelbremsen zurück. Die Karosserie aus Aluminiumblech wird von Hand über einer Holzschablone getrieben. Für die Motorisierung wählt Porsche den durch unzählige Rennsiege ausgezeichneten Viernockenwellen Carrera-Motor. Die Fahrer schalten ein im Haus entwickeltes, synchronisiertes Sechsganggetriebe.

Unvergessen das Solitude-Rennen von 1960: Graf Berghe von Trips gewinnnt im Ferrari, mit hauchdünnem Vorsprung vor Hans Herrmann, Joakim Bonnier, Graham Hill und Dan Gurney, alle im Porsche 718.

Klanggewitter 2019

03.04.2019 – Das Bankhaus Ellwanger & Geiger hatte ins Classic Car Refugium in Filderstadt geladen, und der Solitude Revival e.V. schickte die anwesenden Gäste auf eine Zeitreise in die Geschichte des Motorsports.

Siegfried Schlüter – Diplom-Ingenieur, Rennhistoriker und langjähriger, passionierter Streckensprecher – entführte in ein wahres Klanggewitter durch 70 Jahre Motorsporthistorie. Anekdotenreich vermittelte er anhand der Exponate, wie sich unterschiedliche Antriebstechnologien im Wandel der Zeit veränderten. Zeitzeugen wie Joachim Winkelhock, Klaus Trella und Eberhard Mahle lieferten spannende Einblicke in einzelne Entwicklungsschritte der Rennsportgeschichte.

Der Solitude Revival e.V. bedankt sich bei allen, die diesen Abend ermöglicht haben.

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The Duke sorgt für hohen Blutdruck

29.03.2019 – Es war der 26. August 1951. Ich war damals noch nicht geboren. Mein Onkel war einige Tage zuvor zur Welt gekommen. Nun sollte er getauft werden. Sein Onkel, also mein Großonkel, kam nicht nur Taufe. Ihm war etwas anderes wichtiger: Er ging an diesem Sonntag zur Solitude. Das sorgte für einigen Ärger und hohen Blutdruck innerhalb der Familie.

Am Solitude-Rennen, das 1951 erstmals nach dem Krieg wieder international ausgeschrieben war, nahmen Fahrer aus 13 Nationen teil. Motorräder mit 125, 250, 350 und 500 Kubik, zusätzlich die Gespanne mit 500 und 750 Kubik. Unter den Fahrern auch Geoff Duke auf Norton Manx, der sowohl bei den 350ern als auch bei den 500ern am Start war. Zwei Rennen an einem Tag, beide über zwölf Runden, also jeweils 138 Kilometer.

Mit der 350er hatte The Duke, wie sie ihn nannten, bereits souverän gewonnen. Vor Johnny Lockett und Jack Brett, ebenfalls auf Norton Manx und wie Duke ebenfalls beide aus England. Der Abstand zum Zweitplatzierten Lockett betrug mehr als 38 Sekunden.

Dann die 500er Maschinen: Neben Duke auch Lockett und Brett ein weiteres Mal am Start. Nun aber auch der Australier Ken Kavanagh, ebenfalls auf einer Norton Manx. Kavanagh fuhr mit 138,5 km/h die schnellste Runde des Rennens. Reichte ihm aber nicht: Sieger wurde wiederum Duke. Vor Kavanagh, Brett und Lockett. Also nicht nur drei, sondern sogar vier Norton Manx auf den ersten Plätzen.

Duke mit einem Vorsprung vor Kavanagh von vergleichsweise wenigen 6,2 Sekunden. Auch hier also hoher Blutdruck: Bei den Fahrern. Und nicht zuletzt bei den Zuschauern. Mein Großonkel hat Duke an diesem Tag fahren sehen. Ich bin mir sicher, es hat sich gelohnt. Und ich bin mir sicher, mein Onkel und der Rest der Familie haben ihm verziehen. Geoff Duke wäre heute 96 Jahre alt geworden. Er verstarb am 1. Mai 2013.

Zwei Weltmeister aus Kirchhain

15.03.2019 – Zugegeben: Es war nicht ihr erstes Rennen auf der Solitude. Bereits 1951 waren Wilhelm Noll und Fritz Cron mit dabei. Wurden auf ihrem BMW-Gespann Zweite hinter Wiggerl Kraus und Bernhard Huser. 1952 wurden sie nur Sechste. Hätte besser laufen können.

Dann aber, am 25. Juli 1954, siegten die beiden Freunde aus Kirchhain beim Großen Preis von Deutschland. Vor nicht weniger als 450.000 Zuschauern, die an diesem Tag zur Solitude gekommen waren. Und gewannen in diesem Jahr, als erste Deutsche überhaupt, die Weltmeisterschaft der Motorräder mit Seitenwagen.

1956 folgte ein weiterer Sieg auf der Solitude. Und der zweite Weltmeisterschaftstitel, nach dem die beiden dann ihre Karriere im Motorsport beendeten. Wilhelm Noll wäre heute 93 Jahre alt geworden. Er verstarb am 18. Januar 2017. Fritz Cron verstarb kurz darauf, am 29. April 2017, im Alter von 92 Jahren.

Mit und ohne Seitenwagen

12.03.2019 – 1929 war er noch Schmiermaxe bei Alois Sitzberger. Gemeinsam gewannen sie auf einem BMW-Gespann das Rennen „Rund um die Solitude“. Drei Runden auf dem damals noch längeren Rundkurs mit 22,3 km, der oben am Schloss vorbeiführte.

Später hat Wiggerl Kraus bewiesen, dass er auch Motorräder ohne Seitenwagen beherrscht: 1936 wurde er Werksfahrer bei BMW und 1939 dann Deutscher Meister in der Halbliterklasse. 1948 und 1949 wurde er zweimal Vizemeister hinter Schorsch Maier.

Aber zurück zu den Gespannen: Mit Bernhard Huser im Seitenwagen wurde Kraus 1950 Deutscher Seitenwagenmeister auf 1.200 Kubik. Und beim Internationalen Solitude-Rennen 1951, dann wieder auf 500 Kubik, gewannen Kraus und Huser vor Noll und Cron, die ebenfalls auf BMW unterwegs waren.

Acht Runden auf dem mittlerweile 11,5 km langen Rundkurs, der unten durchs Mahdental ging. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 113 km/h und kapp zwei Minuten Vorsprung vor Noll und Cron. Kraus und Huser wurden auch in diesem Jahr Deutscher Meister, 1953 dann ein drittes Mal.

Heute hätte Ludwig Kraus Geburtstag. Er verstarb 1987 im Alter von 80 Jahren.

Foto: Kraus und Huser beim Internationalen Solitude-Rennen 1951 (BMW Group Archiv)

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